Wandern im Bayerischen Wald
Wandern ist die beste Fortbewegungsmöglichkeit um die Natur kennenzulernen. Ostbayern ist mit seinen Bergen und Tälern der ideale Ort zum Wandern. Hier kommen nicht nur Gimpfelstürmer auf ihre Kosten. Die traumhafte Landschaft mit ihren Wäldern, Flüssen und Burgen verspricht wunderschöne Erlebnisse und herrliche Aussichten. Natur und Geschichte warten nur darauf von Wanderen entdeckt zu werden.
Pandurensteig
Der Pandurensteig im Bayerischen Wald lädt auf eine Reise durch Natur und Zeit ein. Der 190 Kilometer lange Weg, der mit einem Säbel ausgezeichnet ist, ermöglicht den Wanderern nach den Spuren der Panduren zu suchen. Die gefürchtete Armee aus Österreich verbreitete 1742, durch ihr Plündern und Morden, in Bayern Angst und Schrecken. Am Ausgangsort in Waldmünchen erinnern sich die Bürger heute noch an die Zeit der Panduren. Im Juli und August veranstalten sie ein Freiluft-Festspiel. Die Fernroute ist in das Programm "Wandern ohne Gepäck" eingebunden. Während sie nach Penduren Ausschau halten, werden ihre Koffer und Taschen zu nächsten Zeilort gebracht.
Tourenvorschlag: Von Waldmünchen nach Passau
1. Tag: von Waldmünchen nach Cham
(23 km, ca. 6 Stunden)
Durch das traumhafte Bergland des Naturparkes geht die Tour nach Cham, das beim Angriff der Panduren in Flammen aufging.
2. Tag: von Cham nach Prackenbach
(32 km, ca. 8 Stunden)
Durch die Chamer Senke wandert man vorbei am Vogelschutzgebiet Rötelseeweiher, an der Burg Thierlstein vorbei bis Prackenbach.
3. Tag: von Prakenbach nach Patersdorf
(18 km, ca. 4 Stunden)
Die Route geht durch die Naturschutzgebiete Moosbacher Pfahl, Großer Pfahl, St. Antonius Pfahl und Hofpfahl.
4. Tag: von Patersdorf nach Rinchnach
(24 km, ca. 6 Stunden)
Durch das Tal der Wolfsteiner Ohe geht es bis zur Burgruine Weißenstein. Hier verläßt der Pandurensteig den Pfahl und erreicht den Klosterort Rinchnach.
5. Tag: von Rinchnach nach Spiegelau
(17 km, ca. 4 Stunden)
Durch Bergwälder Ostbayerns geht es über den Felsgrat des Wagensonnriegels mit wunderschöner Aussicht über Spiegelau.
6. Tag: von Spiegelau nach Perlesreut
(26 km, ca. 6 Stunden)
In einer abwechslungsreichen Berg- und Talwanderung führt der Pandurensteig über Eiblöd in den Schmalzlerort Perlesreut.
7. Tag: von Perlesreut nach Fürsteneck
(15 km, ca. 3 Stunden)
Von Perlesreut führt der Weg hinab ins Ilztal. Von dem Naturschutzgebiet "Ilz am Dießenstein" folgt der Pandurensteig dem romantischen ursprünglichen Flusstal durch Hangwälder und Auwiesen. Nach einer Pause in der Wirtschaft Schrottenbaummühle erreicht man schließlich die Burg Fürsteneck.
8. Tag: von Fürsteneck nach Passau
(19 km, ca. 4 Stunden)
Entlang des Ilztalwanderweges geht es über Kalteneck bis nach Hals von wo aus man mit einem der Linienbusse das Stadtzentrum erreichen kann.
Von Ohbruck nach Schrottenbaummühle (ca. 1 Std.)
Der Weg führt kurz vor Ohbruck auf einer Holzbrücke über die Ohe, um nach dem kurzen Info-Rundweg nach der großen Brücke links in den Ilzwanderweg zu führen. Unterhalb des Schlosses Fürsteneck geht der Weg weiter in Richtung Aumühle. Über eine steile Treppe kann man das Schloss erreichen und einkehren. Der Wanderweg führt zu dem Zusammenfluss der beiden Flüsse Ohe und Ilz. Zur Schrottenbaummühle führt der Weg an der Ilz-Holzbrücke vorbei. In Schrottenbaummühle befindet sich ein Biergarten und ein Gasthaus.